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Deutsche Telekom: Mazedonien ist als erstes Land in Europa komplett im All-IP-Netz

Makedonski Telekom hat alle Festnetz-Kunden ins IP-Netz migriert
Weitere Länder sollen Schritt für Schritt bis Ende 2018 folgen
Telekom Gebäude Skopje - Makedonien

Inmitten vieler größerer Länder in Europa kann Mazedonien für sich in Anspruch nehmen, sein Festnetz als erstes Land vollständig auf All-IP umgeschaltet zu haben. Die Deutsche Telekom hat heute bekanntgegeben, dass Makedonski Telekom als erstes Unternehmen im Konzern komplett über ein Netz auf Basis des Internet Protokolls (All-IP) verfügt. Seit Oktober 2011 sind alle 290.000 Leitungen innerhalb von 25 Monaten auf die neue Plattform migriert worden. Dadurch können jetzt auch Dienste wie “Broadband on Demand” angeboten werden.

“Unsere Vision ist ein gesamteuropäisches Netz auf Basis von All-IP, das Mobilfunk- und Festnetztechnologie zusammenfasst und ein neues Cloud-basiertes Produktionsmodell ermöglicht”, sagt Claudia Nemat, Telekom-Vorstand Europa und Technik. “Ziel ist es, unsere Kunden europaweit bis Ende 2018 ins IP-Netz migriert zu haben. Die Erfahrungen in Mazedonien sind dafür sehr wertvoll. Die Migration ist eine große Herausforderung. Mit dem erfolgreichen Launch haben sich unsere Kollegen in Mazedonien als echte Pioniere erwiesen”, so Nemat.

“Obwohl die Anzahl der migrierten Kunden im Vergleich mit Deutschland klein ist, stand das Team vor den gleichen Herausforderungen wie in größeren Ländern. Die mazedonischen Kollegen mussten unter anderem Lösungen für die Flugsicherung, für Alarmanlagen und für große Unternehmen finden”, sagte Nemat. “Wir werden in den kommenden Monaten weiter viel von ihnen lernen. Mazedonien ist unser ‚IP-Hotspot’. Dieses Beispiel stellt abermals unter Beweis, dass wir in Europa führend sind.”

Die IP-Technik nutzt das Internet Protokoll zur Sprachübertragung und ermöglicht so den Einsatz von Next Generation Services. Das entspricht dem wachsenden Bedarf der Kunden in der Zukunft.

Die neue Technik ersetzt in Mazedonien das digitale Umschalten, das auch als PSTN-Technik (Public Switched Telephone Network) bezeichnet wird. Beim der Einführen neuer Produkte und Services verkürzt sie die Zeit bis zum Marktstart deutlich. Mit IP können derartige Neuerungen innerhalb weniger Tage verwirklicht werden. Darüber hinaus bietet die Technik eine herausragende Sprachqualität, den Zugang zu verschiedenen Services über ein einziges Endgerät sowie ein größeres Portfolio an Multimedia, konvergierten Diensten und Breitband-Internet für jeden Kunden. Hinzu kommen Cloud-Lösungen und Remote-IT-Support. Die IP-Technik hat in Mazedonien bereits die Einführung des Service “Broadband on Demand” ermöglicht. Dieses neue Konzept erlaubt den Kunden, mit einem Klick Zugang zum Highspeed-Internet zu bekommen, wann immer sie diesen benötigen.

Und das ist erst der Anfang: Die Technik ist Voraussetzung dafür, in Zukunft weitere Dienste anzubieten. Sie wird dabei helfen, Bildungs- und Gesundheitsdienste zu verbessern sowie den Energieverbrauch effizienter zu steuern, um nur einige Bereiche zu nennen.

Die All-IP-Migration bei Makedonski Telekom ist der erfolgreiche Start für das strategische Programm der Deutschen Telekom, alle Tochtergesellschaften in Europa auf das All-IP-Netz umzuschalten. Als Teil der IP-Transformation läuft die Migration bereits in mehreren anderen Ländern. Gegen Ende 2014 wird die Slowakei der nächste Markt sein, in dem man sagen kann “Es gibt keine PSTN-Kunden mehr – alle Kunden sind auf IP migriert”. Im kommenden Jahr werden Kroatien und Montenegro folgen, und im Anschluss daran Ungarn. Ende 2018 sollen dann auch Rumänien, Griechenland und Deutschland umgeschaltet sein.

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