Ilija Martinoski siegt in Hitzeschlacht am Kahlenberg

Von Adelbert Mutz

Spiel, Satz und Sieg: In Ringsheim ist die zweite Auflage der Kahlenberg Open über die Bühne gegangen. Ilija Martinoski aus Mazedonien setzte sich beim Leistungsklassenturnier die Krone auf.

Stefan Kiesenhofer (links) und Sieger Ilija Martinoski beim Siegerbild –
 ein wenig gezeichnet von der Hitzeschlacht. Foto: Mutz


Kurz vor Beginn des Turniers musste Felix Göppert (LK 2) vom TC BW Oberweier verletzungsbedingt seine Teilnahme absagen. Nach den Siegen der vergangenen beiden Jahre wollte er eigentlich das Triple ansteuern und seinen Titel verteidigen. Für Göppert sprang kurzfristig der 18-jährige Jan Cimrman vom TC Post Südstadt Karlsruhe (LK 1/Platz 307 der deutschen Rangliste) ein.
Als Sieger in der offenen Klasse der Herren A ging aber der Mazedonier Ilija Martinoski (LK 3) vom TC Tennispark Badenweiler hervor. Er gewann im Finale auf der Tennisanlage des TC Ringsheim gegen Stefan Kiesenhofer (LK 5) vom TC Grün-Weiß Emmendingen in zwei Sätzen (6:2, 6:4). Die Überlegenheit des Mazedoniers hatte sich bereits im Vorfeld abgezeichnet, denn bis zum Finale gab Martinoski in seinen Matches mit einer Bilanz von 36:1 lediglich ein Spiel ab.


Im Halbfinale zeigte er dem gut aufspielenden 15-jährigen Raphael Loukas (LK 7) vom TC Lörrach seine Grenzen auf. Mit 6:0 und 6:0 bekam er eine Lehrstunde von seinem Coach. Martinoski ist Tennistrainer in Badenweiler und sagt seinem jungen Schützling Loukas eine gute sportliche Zukunft voraus. Sein schon teils hohes Niveau zeigte Loukas beim Sieg gegen den gesetzten Inder Mohammed Fahad (LK 2) vom KETV Karlsruhe, den er im Viertelfinale in drei Sätzen besiegte.

Der 26-jährige Martinoski spielt seit dem siebten Lebensjahr Tennis und hat für Mazedonien am Davis-Cup und in der Juniorenklasse an Grand-Slam-Turnieren teilgenommen.

Relativ schnell, aber überraschend, verlief auch das zweite Halbfinale zwischen Jan Cimrman (Post Südstadt Karlsruhe) und Stefan Kiesenhofer (TC GW Emmendingen). Beim Stand von 5:4 im ersten Satz musste Cimrman verletzungsbedingt aufgeben. Kiesenhofer gewann sein Viertelfinalspiel gegen Sebastian Schille (LK 7) vom ETSV Jahn Offenburg in zwei Sätzen (6:4, 6:4).

Temperaturen über 30 Grad machten den Finalspielern Martinoski und Kiesenhofer dann ordentlich zu schaffen. Beide standen an diesem Tag zum zweiten Mal auf dem Platz. Martinoski setzte seinen Gegner von Anfang an unter Druck, Kiesenhofer hatte eingangs nichts entgegenzusetzen. Schnell ging der Favorit mit 5:0 in Führung. Kiesenhofer hielt mit gutem Spiel zwar dagegen, konnte aber noch keine Akzente setzen, ehe er mit zwei gewonnen Spielen den Rückstand auf 2:5 verkürzte, aber dennoch den ersten Satz verlor. Der zweite Satz war lange ausgeglichen, die Kräfte ließen bei beiden Spielern nach Kiesenhofer kam besser in das Match und ging gar mit 2:1 in Führung. Beim Stand von 4:4 nutzte der Mazedonier sein größeres Potenzial und gewann schließlich den zweiten Satz mit 6:4. Die Zuschauer auf der Ringsheimer Tennisanlage belohnten die schweißgebadeten Protagonisten mit reichlich Applaus.
Die Ergebnisse:
Herren A: Ilija Martinoski (TC Tennispark Badenweiler) – Stefan Kiesenhofer (TC GW Emmendingen) 6:2, 6:4.
Herren B: Leon Huck (TC BW Oberweier) – Fabio Schneier (TC Mundingen) 6:3, 6:4.
Herren C: Nico Köbele (TC Kappel-Grafenhausen) – Felix Göhringer (TuS Friesenheim) 6:1, 6:1.
Herren 40: Robert Hubbes (TC Rust) – Torsten Elschner (TuS Friesenheim) 6:1, 6:1.
Herren 50: Frank Rößler (TC Bad Krozingen) – Manfred Kurz (TC Meißenheim) 6:3, 6:4.
Herren 55/60: Rüdiger Volz (TC Malterdingen) – Dieter Müller (TC Kollmarsreute) 6:3, 6:7, 10:8.

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