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Seit Mitte Juni über 70.000 Flüchtlinge in Mazedonien angekommen

Seit 19. Juni sind im Mazedonien nach Schätzungen der Vereinten Nationen bereits 70.000 Flüchtlinge angekommen. Davon waren 80 Prozent Syrer, nicht alle seien jedoch von den Behörden registriert worden, zitierte die Tageszeitung „Utrinski vesnik“ am Montag einen Bericht des UNO-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR. Offiziell wurden von den Behörden bis Sonntagfrüh 51.300 Flüchtlinge registriert.

Für die nächsten Tage erwartet das UNHCR demnach wieder rund 3.000 Flüchtlinge täglich, die in der mazedonischen Grenzstadt Gevgelija eintreffen. Zuletzt waren die Zahlen, nach einem Höchstwert von 3.000 Personen Anfang vergangener Woche, wieder leicht gesunken. Rund ein Drittel der Ankommenden sind nach Schätzungen des UNHCR Frauen und Kinder. Von den Frauen seien rund 12 Prozent schwanger.


Auf Grundlage einer am 19. Juni beschlossenen Gesetzesänderung erhalten Schutzsuchende nach einer Registrierung bei den mazedonischen Behörden das Recht, sich drei Tage lang legal im Land aufzuhalten. Der Großteil setzt die Reise sofort in Richtung mazedonisch-serbischer Grenze und von dort über die Balkanroute weiter nach Ungarn, Österreich und Deutschland fort.




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