Mazedonien warnt vor "hohem Konfliktrisiko" zwischen Flüchtlingen, Polizei und Bevölkerung

Wirtschaftsflüchtlinge dürfen Mazedonien nicht mehr passieren. Das Balkanland warnt vor heftigen Konflikten unter den Migrantengruppen selbst als auch mit der Polizei sowie der Bevölkerung.

Hunderte Flüchtlinge warten an der griechisch-mazedonischen Grenze auf ihre Einreise – vergebens. Mazedonien lässt Flüchtlinge, die auf Grund wirtschaftlicher Interessen kommen, nicht mehr passieren. Der mazedonische Präsident Gjorge Ivanov spreche von einem „hohen Risiko“ für Auseinandersetzungen zwischen „tatsächlichen“ Flüchtlingen und sogenannten Wirtschaftsflüchtlingen, melden die Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Außerdem warnt er vor Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und der Polizei sowie der Bevölkerung. Er bezeichnet den Grenzübergang Gevgelija als „Flaschenhals für Migranten und Flüchtlinge“.

Die Balkanländer Mazedonien, Serbien und Kroatien begannen am Donnerstag damit, Flüchtlinge nach Konfliktgebieten zu selektieren. Kommen durften von da an nur noch Syrer, Afghanen und Iraker. Im „Vorland“ zwischen Griechenland und Mazedonien verblieben daraufhin tausend Menschen – vorwiegend Wirtschaftsmigranten aus Pakistan, Iran, Marokko, Bangladesch und Algerien.

Die meisten Migranten sind auf dem Weg nach Deutschland. Sie müssen Mazedonien, Serbien und Kroatien auf ihrer Reise durchqueren. Der Großteil kommt aus dem Bürgerkriegsland Syrien und den Konfliktgebieten Irak und Afghanistan. Aber auch Flüchtlinge aus Afrika wie etwa aus dem autoritär regierten Eritrea suchen Zuflucht in Europa. 

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