Umweltminister Wenzel nach der Mazedonien-Reise: Kooperation beim Umwelt-, Natur- und Klimaschutz wird fortgesetzt


Der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel ist am Wochenende von einer viertägigen Delegationsreise nach Albanien und Mazedonien zurückgekehrt. Mit dem Themenschwerpunkt „Nachhaltige Naturnutzung als Beitrag zur europäischen Integration und zur Verbesserung der regionalen Lebensperspektive für Migrationswillige" hatten sich die Teilnehmenden (Landtag, Niedersächsische Naturschutzakademie/NNA, Nicht¬regie¬rungsorganisationen aus dem Naturschutz und dem Bereich der Diakonie) über den Natur-, Umwelt- und Klimaschutz in den besuchten Regionen informiert.

Zum Reiseprogramm zählten folgende Themenbereiche und Projekte:
Beispielhafte Projekte im Naturschutz und in der Naturnutzung auf dem Balkan, die in den letzten Jahren auch durch die NNA Schneverdingen gefördert wurden.
Die Verbesserung der natürlichen Lebensgrundlagen (Luft, Wasser) in den Städten und auf dem Land, sowie die Zusammenarbeit staatlicher Stellen mit Nicht-Regierungs-Organisationen.
Der Ausbau von Naturschutzgebieten und nachhaltigem Tourismus als Bleibeanreiz für Migrationswillige und Erfahrungen mit der Integration von Flüchtlingen in Mazedonien und Albanien.

Dazu Umweltminister Stefan Wenzel: „In keinem anderen Politikbereich werden unsere Verantwortung und die gegenseitige Abhängigkeit vom Handeln aller anderen Länder in Europa und auf der Erde insgesamt so unmittelbar spürbar, wie beim Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Zugleich wächst die Bedeutung einer nachhaltigen Entwicklung für alle anderen Politikbereiche. Auch wenn die Handlungsmöglichkeiten als einzelnes Bundesland beschränkt sind, liegt es im Interesse Niedersachsens, mit eigenen Maßnahmen und Initiativen Einfluss auf die positive Gestaltung der globalen Herausforderungen zu nehmen."
Beeindruckend sei der Besuch bei den Projekten gewesen, die über niedersächsische oder deutsche Institutionen gefördert werden, sagte der Minister. Dazu gehörte das von „Brot für die Welt" geförderte Projekt zur beruflichen Integration von Personengruppen, die im Arbeitsmarkt an den Rand gedrängt werden. Außerdem wurden drei Naturschutz- und Umweltbildungsprojekte besucht, die im Rahmen des Trainee-Programms „Balkan Nature Net" der NNA entstanden sind. Zum Programm gehörte eine Vielzahl weiterer Gespräche mit Ministerien in Albanien und mit Kommunen und zivilgesellschaftlichen Organisationen in Albanien und Mazedonien. Erörtert wurden die Bedingungen und Voraussetzungen für funktionierende Kooperationen in Umwelt- und Naturschutzprojekten.

Wenzel: „Die politischen Umbrüche auf dem Balkan sind noch vergleichsweise jung. Umso erfreulicher ist es zu erleben, wie gut sich einige Kooperationen entwickelt haben. Gleichwohl stehen die betreffenden Länder noch vor sehr großen Herausforderungen. "Die Reise werde nunmehr sorgfältig ausgewertet, um Maßstäbe für künftige Projekte zu definieren. Eine gute Zusammenarbeit mit den oftmals unterschätzten Ländern auf dem Balkan sei im wohl¬verstandenen niedersächsischen und europäischen Interesse, sagte der Umweltminister.

Die Delegation besucht das UNESCO Biosphärenreservat Ohridsee in Mazedonien. Eines der Probleme vor Ort: Durch die verstärkte Besiedlung am Ufer wird der See zunehmend mit Abwasser belastet.

Das Feuchtgebiet um Monospitovo ist einer der letzten Sümpfe in Mazedonien. Die Delegation besucht ein Projekt zur Renaturierung von Feuchtgebieten durch nachhaltige Schilfnutzung.

Als letzte Station der Reise besucht die Delegation den Naturlehrpfad "Nutzung von Buchenwäldern" in Skopje, Mazedonien. Das Projekt wurde von der Macedonian Ecological Society initiiert und dient der Aufklärung zur nachhaltigen Waldnutzung.
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