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Handball WM: Makedonien gewinnt Auftakt-Thriller

Das war nichts für schwache Nerven, aber am Ende strahlte das Rot-Gelbe Lager - Makedonien hat das Auftaktspiel gegen Tunesien bei der Handball Weltmeisterschaft 2017 in Frankreich gewonnen. Lange Zeit sah es aber nicht so, die Tunesier bewiesen sich als zähe Gegner. 
Überzeugen konnten im makedonischen Team Kapitän Lazarov (12 Treffer) und Stojanche Stoilov (7), aber auch Goalie und Debütant Blagojche Trajkovski. Der makedonische Torhüter erwies sich in den letzten entscheidenden Minuten als Fels in der Brandung.
Folgend ein Spielbericht übernommen von Handball-World.com:

Nach einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand drehte Mazedonien, angeführt von Kiril Lazarov, das Spiel und setzte sich am Ende mit 34:30 (13:14) gegen Tunesien durch. 45 Minuten lang war Tunesien die dominierende Mannschaft, doch dann handelten sich die Nordafrikaner zu viele Zeitstrafen ein. Mazedonien wusste das zu nutzen, holte seinen Rückstand auf und drehte in den Schlussminuten noch einmal richtig auf. Bester Torschütze war Kiril Lazarov mit 12 Treffern, der auch zum Spieler des Spiels ernannt wurde. Oussama Boughanmi traf neun Mal für Tunesien.

Mazedonien ging schnell in Führung. Filip Mirkulovski und Kiril Lazarov sorgten mit ihren Treffern für das 2:0. Doch Tunesien blieb davon unbeeindruckt. Nach vier Minuten machte Mosbah Sanai das erste Tor für die Tunesier. Bannour und Jallouz legten nach und so drehte Tunesien seinen Rückstand auch dank der Paraden von Makrem Missaoui seinen Rückstand beim Stand von 2:3 (8.). Von nun an war die Begegnung zunächst ausgeglichen. Mazedonien agierte mit dem zusätzlichen Feldspieler, um sich einen Vorteil im Angriff zu verschaffen. Tunesien konnte den Ball abfangen, Tej verfehlte jedoch das leere Tor und so blieb es beim 4:5 nach zehn gespielten Minuten.

Lazarov verwandelte nun einen Siebenmeter und glich zum 5:5 aus. Tunesien Torhüter war weiter stark, doch seine Vorderleute agierten im Angriff nicht konsequent genug und so konnte sich Mazedonien beim 7:6 die Führung zurücckholen. Eine Überzahlsituation wenig später nutzt Kiril Lazarov und sorgte mit einem Doppelpack für das 9:7. In dieser Phase wirkte das Spiel der Mazedonier flüssiger. Dann schlichen sich jedoch wieder vermehrt Fehler ein, die die Tunesier bestraften. In der 22. Minute war es dann Jallouz, der zum 10:10 einnetzte.

Bis zum Pausenpfiff fielen die Tore auf beiden Seiten im Wechsel. Bei den Tunesiern konnte vor allem Issam Tej überzeugen. Am Kreis setzte er sich sehenswert gegen zwei Gegenspieler durch und markierte das 11:12. Tunesien hatte in der Folge auch das nötige Glück. Oussama Boughanmi bekam einen Abpraller und hielt sein Team mit dem 12:13 in Front. Filip Taleski glich aus, doch dann war es erneut Oussama Boughanmi, der für den 13:14-Halbzeitstand sorgte. 

Tunesien kam gut aus der Kabine und Tej erzielte schell das 13:15. Stoilov legte umgehend nach, doch auch Tunesien blieb konsequent. Als Massaoui nach einer Parade gegen Kiril Lazarov ins leere Tor zum 14:17 traf, ließ er sein Team jubeln und sorgte für die erste Drei-Tore-Führung im Spiel. Mazedonien agierte dennoch weiter mit dem siebten Feldspieler, traf auch, Tunesien warf jedoch schnell an und machte von der Mittelline das 15:18 ins leere Tor.

Bei den Mazedoniern stützte sich das gesamte Spiel nun immer mehr auf Kiril Lazarov. Er war im Angriff der Dreh- und Angelpunkt und war zudem selbst äußerst torgefährlich. So machte er auch das 16:18. Mazedonien erhielt dann jedoch zwei Zeitstrafen nach Fouls. Tunesien nutzte die Überzahl gut und setzte sich auf 16:20 (36.) ab. Für die Tunesier war es immer wieder Jallouz, der die Verantwortung übernahm und den Ball ins Tor brachte.

Die Mazedonier blieben dennoch ruhig. Sie machten weiter ihr Spiel und angeführt von Kiril Lazarov verkürzten sie in den nächsten Minuten zum 20:22 (40.). Jallouz erhöhte dann aber zum 20:23 und nach einem Ballverlust stellten die Tunesier per Gegenstoß erneut auf einen Vier-Tore-Abstand beim 20:24. In der Folge handelten sich die Tunesier jedoch zu viele Zeitstrafen ein. Die Mazedonier nutzten die Überzahl und machten das 23:24.

Tej verschaffte seiner Mannschaft wieder etwas Luft mit seinem Tor zum 23:25. Mazedonien schien nun aber das Momentum auf seiner Seite zu haben. Nur wenig später bediente Lazarov Stoilov am Kreis, der gleicht zum 25:25 (46.) aus. Nur wenig später holte sich Mazedonien beim 29:28 die Führung zurück. Tunesien versammelte sich zur Besprechung, doch mit wenig Erfolg. Die Tunesier zeigten Nerven, machten zu viele Abspielfehler und brachten den Ball einfach nicht mehr ins Tor. Die Mazedonier konnten so einfache Tore erzielen und sich vier Minuten vor Schluss auf 32:28 absetzen. Die Mazedonier nahmen nun das Tempo raus. Tunesien versuchte noch einmal alles, doch die Mazedonier verwalteten ihren Vorsprung. Am Ende setzten sie sich mit 34:30 durch.

Weiter geht es für Makedonien am Samstag um 20,45 Uhr gegen Angola. Spielplan HIER