Geschafft - Mazedonien mit ersten Treffer und Punkt bei UEFA Endrunde

Es ist geschafft - die U21 Fußball Nationalmannschaft von Mazedonien hat wieder ein mal Geschichte geschrieben - nach der erstmaligen Platzierung bei einer Endrunde standen im zweiten Spiel das erste Tor und der erste erspielte Punkt auf dem Menü.



Mazedonien trotzte dem U20 Weltmeister Serbien bei der U21-EM in Polen einen Punkt ab. Die beiden Nachbarstaaten trennten sich am zweiten Spieltag in Bydgoszcz 2:2 (0:1), Mazedonien war aber bis zur 90+1 Minute der Sensation nahe.

Nach der guten Vorstellung gegen Spanien trotz der hohen Niederlage, startete Mazedonien nervös gegen Serbien. Man könnte aber auch sagen, Serbien begann sehr druckvoll und Aggressiv und lies Mazedonien in der Anfangsphase aber auch gar nicht zur Entfaltung kommen. 

Folglich war Serbien durch ein Tor des Bundesliga-Profis Mijat Gacinovic (Eintracht Frankfurt) in Führung gegangen (24.), allerdings war das Tor aus einem klarem Abseits hervorgegangen - gleich drei Spieler standen zu nah am mazedonischem Tor bevor Gacinovic einnetzte. 

Nach einem schönen aber parierten Freistoß durch Mazedoniens Mittelfeldmotor Enis Bardhi kam Mazedonien gen Ende erster Halbzeit immer besser ins Spiel.  Im zweiten Durchgang dann drehten Bardhi per Handelfmeter (64.) und Nikola Gjorgjev (83.) die Begegnung zu Gunsten von Mazedonien, ehe Uros Djurdjevic in der 90. Minute nach Freistoß und Kopfball für den Endstand sorgte. Der schon in der Qualifikation überragende Bardhi trug sich somit als erster Schütze für Mazedonien bei einem Endrundenturnier in die Geschichtsbücher ein.

Sowohl Serbien als auch Mazedonien haben nach ihrem ersten Punktgewinn nur noch eine theoretische Chance auf das Halbfinale der U21 Europameisterschaft, das nur die drei Gruppensieger und der beste Zweite der drei Gruppen erreichen.

Hitzige Schlussphase - Mazedoniens Trainer sieht Gelb
In der hitzigen Schlussphase bekam Mazedoniens Trainer Blagoja Milevski die Gelbe Karte zu sehen.

Der 46-Jährige war augenscheinlich mit einigen Schiedsrichterentscheidungen nicht einverstanden und beschwerte sich lautstark an der Seitenlinie. Die Quittung vom Unparteiischen folgte prompt: Referee Bobby Madden aus Schottland beließ es nicht bei ermahnenden Worten, sondern zeigte dem Trainer die Gelbe Karte.

Die Maßnahme ist ein Teil "Fair Play"-Initiative vom International Football Association Board (IFAB), deren Umsetzung beim Turnier in Polen getestet werden.

Demnach kann auch das so genannte "nicht-spielende Personal" einer Mannschaft - also Trainer, Betreuer und sogar Teamärzte - auf der Ersatzbank Gelbe und Rote Karten erhalten.

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