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Handball EM Quali: Acht Startplätze noch offen - Endspiel für Mazedonien

Acht Startplätze für die kommende Europameisterschaft in Kroatien konnten bereits vor dem letzten Spieltag vergeben werden. Während in zwei Gruppen schon alles entschieden ist, haben in einer Gruppe sogar noch alle vier Mannschaften Chancen auf die Tickets - darunter Mazedonien als Zweitplatzierter der Gruppe 4 die heute Abend Tschechien in Skopje empfangen.


In der Gruppe 1 hat Dänemark mit einer Bilanz von vier Siegen und einem Remis bereits den Gruppensieg vorzeitig gesichert. Gegen die Niederlande zeigte man keine Schwäche und gewann klar mit 36:24. Der Sieg der Dänen bescherte auch Ungarn Planungssicherheit, die Magyaren haben nach dem 35:23 in Lettland nun drei Zähler Vorsprung auf die Niederländer. 

In der Gruppe 2 geht es zwischen Weißrussland und Serbien noch um den Gruppensieg. Die Weißrussen gewannen in Rumänien deutlich und die Serben konnten im Heimspiel gegen Polen noch eine Niederlage abwenden. Beide Teams haben sieben Zähler auf der Habenseite, Weißrussland verfügt aber auch aufgrund des 36:27-Auswärtssiegs in Serbien vor dem abschließenden Heimspiel gegen Serbien über die bessere Ausgangsposition. 

Ein direktes Duell um ein EM-Ticket gibt es auch zwischen Österreich und Bosnien-Herzegowina. Der Sieger sichert sich in der Gruppe 3 den zweiten Rang hinter Spitzenreiter Spanien, dem neben Deutschland einzigen Team mit voller Punktzahl. Dem Team Austria genügt aufgrund des 23:22-Auswärtssieges bereits ein Remis, allerdings hat die Mannschaft von Patrekur Johannesson in eigener Halle noch keinen Punkt gewonnen. 

In der Gruppe 4 konnte noch kein Team über ein EM-Ticket jubeln. Tschechien ist dank des 27:24-Erfolgs über Island an der Spitze, die Nordmänner rutschten auf den letzten Platz ab. Dazwischen rangieren mit jeweils fünf Zählern die Ukraine und Mazedonien, die sich bei einem 27:27 die Punkte teilten. Island kann sich mit einem Heimsieg über die Ukraine noch nach vorne arbeiten, an den Tschechen kommt das Team von der Vulkaninsel aufgrund des verlorenen Direktvergleichs (49:51) nicht mehr vorbei. 

Auch gegen Mazedonien hat man mit 55:59 den Direktvergleich verloren, so dass man für den Sprung auf Rang zwei noch auf Schützenhilfe der Tschechen hoffen muss. Bislang gab es in der Gruppe allerdings noch keinen einzigen Auswärtserfolg. Durch das Remis am gestrigen Donnerstag ist Mazedonien das erste Team mit einem Auswärtszähler auf dem Konto. Für Mazedonien zählt eigentlich nur ein Sieg um sicher einen Platz bei der EM zu ergattern.

In der Gruppe 5 ist Deutschland nach dem Arbeitssieg in Portugal verlustpunktfreier Spitzenreiter und empfängt nun am Sonntag das punktlose Schlusslicht Schweiz. Interessant ist vor allem das Duell zwischen Slowenien und Portugal. Den Slowenen genügt aufgrund der besseren Tordifferenz vor heimischer Kulisse bereits ein Remis für Rang zwei, Portugal hingegen muss das Auswärtsspiel gewinnen, um Rang zwei zu erobern. 

In der Gruppe 6 hat Schweden trotz seiner Niederlage in Montenegro schon Rang eins gesichert. Auch die Montenegriner haben sich angeführt vom ehemaligen HBL-Profi Vuko Borozan in eine gute Ausgangsposition gebracht. Allerdings steht nun noch ein schweres Auswärtsspiel in Russland auf dem Programm. Montenegro benötigt mindestens ein Unentschieden, um Rang zwei zu sichern. Russland hingegen hat durch den 25:24-Auswärtssieg in der Slowakei nur zwei Punkte Rückstand und würde aufgrund des 24:24-Unentschiedens im ersten Vergleich der beiden Mannschaften bei einem einfachen Sieg an Montenegro vorbeiziehen. 

In der Gruppe 7 ist Frankreich schon vor dem abschließenden Heimspiel gegen das punktlose Schlusslicht Belgien qualifiziert. Für den Gruppensieg aus eigener Kraft muss man allerdings noch mindestens einen Zähler holen. Das zweite EM-Ticket spielen Norwegen und Litauen untereinander aus. Beide haben sechs Zähler Vorsprung, den Balten würde nach dem 32:29-Hinspielsieg ein Remis für Platz zwei reichen. Norwegen könnte hingegen mit einem Sieg noch Frankreich überflügeln, wenn die Equipe Tricolore verliert. 

Nach Abschluss der Gruppenphase sind bereits 15 EM-Startplätze vergeben. Das letzte Ticket erhält der beste Gruppendritte. Dafür werden die Ergebnisse gegen die Tabellenvierten nicht berücksichtigt. Nur die Spiele gegen die beiden Top-Teams kommen dann in die Wertung. 

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