Mazedonien mit Silber - Integrations-Fußball WM in Salzburg

Erstmals lieferten sich Spieler mit Down-Syndrom ein Match bei der Integrations-WM. Im Herrenturnier entschied das Elfmeterschießen am Sonntag, Mazedonien unterlag im Finale gegen Titelverteidiger BiH.


Benedikt Rabl (32) hat sich nichts mehr gewünscht, als auch einmal bei der Integrations-Fußball-WM dabei zu sein. Er hat das Down-Syndrom. Organisator Erwin Himmelbauer hat es dem Stürmer aus Bergheim aber möglich gemacht: Am Sonntag ging das erste "Diversity-Match" zwischen Spielern mit Down-Syndrom über die Bühne. 
Himmelbauer erzählt: "Manchmal ist es in der Turniervorbereitung schon schwierig gewesen, aber dann kommt Ben mit seiner Beharrlichkeit, und fragt, ob ich endlich weiß, wann er gegen Deutschland spielt, weil er gewinnen möchte... und dann gibt´s kein zurück mehr."" Es war das erste Länderspiel dieser Art überhaupt. Und Rabls Wunsch ging tatsächlich in Erfüllung: Österreich besiegte Deutschland mit 6:5. Der ehemalige Red-Bull-Salzburg Spieler Alexander Zickler meinte zum Match: "Das ist besser als die Champions League."

Bosnien verteidigt Titel, Vatikan siegt bei den Damen
Im Finale der 16 besten Mannschaften bei den Herren siegte am Sonntagnachmittag zum fünften Mal Bosnien-Herzegowina. Die Titelverteidiger setzten sich im Elfmeterschießen mit 3:1 gegen Mazedonien durch. Dritter wurde Österreich, Vierter die Türkei. Diese vier Mannschaften haben sich damit für das Bundesfinale der Casinos Austria Integrations-WM im September qualifiziert. Das Damenfinale lautete Vatikan gegen Kosovo. Der Vatikan entschied die Sache mit 4:0 klar für sich. 

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