Zweisprachigkeit bedeutet das Ende des mazedonischen Staatscharakters

Eine Analyse von Risto Nikovski
Mit der geforderten Zweisprachigkeit in Mazedonien ist die Sachlage völlig klar, die Albaner in Mazedonien fordern keine zusätzlichen personellen oder mehr Bürgerrechte sondern einen dritten albanischen Staat. Dies ist nichts anderes als eine Föderalisierung Mazedoniens durch die kleine Tür, ein Projekt an dem sie fleißig arbeiten und immer wieder eine herzhafte US-Unterstützung und direkte Hilfe erfahren. Nicht mehr, nicht weniger, ein solcher Status wird den Albanern in Mazedonien den Weg für die Abspaltung mit politischen Mitteln ebnen.


Genau zu diesem Zweck wollen sie Mazedonien redefinieren, obwohl es dazu keine Grundlage weder nach nationalen noch internationalem Recht gibt. Das Hauptziel ist die Unterwanderung des unitären Charakters Mazedoniens, der durch das Rahmenabkommen von Ohrid (RAO) garantiert wird. Das Abkommen ist eine Schöpfung der USA, aber jetzt schweigen die Schöpfer, dass das RAO nichts mit Zweisprachigkeit zu tun hat - im Gegenteil von dem was sie in Ohrid versprachen und unterschrieben hatten. Also nichts Neues.

Dasselbe geschah auch mit dem Interimsabkommen mit Griechenland. Sie haben durch dieses Abkommen unsere Position im Namensstreit völlig entwertet und das einzige was zu unseren Gunsten war – die Integration Mazedoniens durch Athen nicht gestört zu werden, gilt nicht mehr! Es ist eine beispiellose Schamlosigkeit und Machiavellismus. Die USA verhalten sich gegenüber Mazedonien bereits 25 Jahre auf diese Art und Weise und wir betrachten sie weiterhin beharrlich als "strategischen Partner ". So eine Dummheit.

Es geht um einen gehorsamen Betrug, dass die Zweisprachigkeit Teil des RAO ist, auf welche sich alle berufen, die jetzt das Land manipulieren. Wo sind jetzt die Herren Frchkoski und die anderen "Klugen Köpfe“, die darauf beharrten, dass sie das RAO strukturiert hatten, denn das RAO wurde ihnen grob als "Feiglingseier", durch die CIA – Agenten Frowick, Purdue und ähnliche Typen unterstellt und hat verheerende Folgen für das Land!?
Herr Frchkoski hat uns öffentlich versichert (oder getröstet?), dass die Albaner, als Vorsitzende der Ausschüsse im Parlament die Sitzungen auf mazedonische Sprache führen werden. Laut dem RAO und der neuen Verfassung konnte die albanische Sprache nicht zu dem Punkt kommen. Das war völlig in Ordnung, denn die offizielle Sprache in dem Land ist die Mazedonische Sprache und ihre Kyrillische Schrift. Die Vorsitzenden der Ausschüsse treten im Namen des Staates auf und müssen die mazedonische Sprache nutzen. Ich sehe gar kein Problem darin, dass die Albaner untereinander in ihrer Muttersprache verständigen aber jedoch nicht im Namen des Staates Mazedonien. Langsam, langsam, hat sich diese Schlussregel aufgehoben. Auf eine aggressive Art und Weise haben Teuta Arifi (Bürgermeisterin von Tetovo) und andere ähnliche extreme Nationalisten diese grundlegende Praxis verändert und die Rolle der mazedonischen Sprache durch flagrante Missachtung der Verfassung devalviert. Sie haben ihr Ziel erreicht während die Abgeordneten Mazedonier schliefen.

Sie alle, die Präsidenten des Parlaments zusammen mit den Parteichefs haben dies zugelassen und sollten daher strafrechtliche Verantwortlichkeit wegen Beihilfe am Verstoß gegen die Verfassung und Zerstörung des Makedonismus erfahren. Tirana und Washington liefern jetzt Ihre Rechnung: Der Parlamentssprecher und Minister … alle werden jetzt auf Albanisch sprechen. Wenn die Regierung zweisprachig ist, so ist auch das Land. Daran gibt es kein Zweifel.

Die Einführung der Zweisprachigkeit in Mazedonien wird das Ende seines mazedonischen Charakters bedeuten. Der Makedonismus wird in die Geschichte eingehen. So ist es jedenfalls geplant. Mazedonien soll durch die Regierung und Institutionen des Systems und nicht durch Berovo und Stip zweisprachig werden. Die Forderungen durch die "Tirana Plattform" zur Zweisprachigkeit im ganzen Land war ein bloßer politischer Bluff. Dadurch wurde nur die Öffentlichkeit abgelenkt und die Aufmerksamkeit in eine falsche Richtung geleitet. Den Albanern ist die Sprache in den Städten wie Radovish und Strumica unwichtig, wichtig ist es ihnen dagegen in den Spitzeninstitutionen des Staates.

Ihr Ziel ist es Minister der Regierung, den Parlamentspräsidenten im Gesetzgebungshaus und in allen ähnlichen Gelegenheiten zu nutzen. Wenn dies erreicht wird, wird dann das ganze Land zweisprachig sein, aufgrund des neuen Gesetzes. Da es in der Welt keinen unitären Staat gibt der zweisprachig ist, kann Mazedonien keine Ausnahme sein. Die Zweisprachigkeit bedeutet eindeutig, dass der einheitliche Charakter sich unwiederbringlich in eine Föderation auf zwei gleichgestellte Völker transformiert und das heißt zwei Staaten das eigentliche wahre Ziel ist. Damit bekommt die Minderheit einen dritten albanischen Staat, der gegen alle internationale Vorschriften verstößt. Wenn der amerikanische Bulldozer seine Interessen voran schiebt, gelten Rechtsnormen nicht. Das Urteil aus Den Haag wird völlig ignoriert.

Illegal bombardiert wurden Belgrad, Syrien, Irak, Libyen …
Das Gesetz eröffnet den technischen Prozess der formalen rechtlichen Einrichtung eines föderalen Status, der in Kürze folgen wird. Seine Umsetzung wird unweigerlich zur Änderung des Landesnamens führen, die die neue Realität (albanisch-slawische Föderation, zum Beispiel) zu reflektieren versuchen wird sowie die Ersetzung aller bisherigen Symbole...von der Flagge über seine Wappen und Hymne…Zwei-Kammer-Parlament…und alle Innenpolitiken beginnend mit der Struktur des Haushalts werden dann revidiert…Dies ist nur der Anfang der endgültigen Zerstörung des mazedonischen Staates. Details folgen. Die Appetite der Albaner wachsen logischerweise immer weiter. Der Unterschied zwischen einem unitären Staat und eines Föderativen Staates ist riesig.

Der Freundschaftsvertrag mit Bulgarien ist eine Niederlage für unsere nationalen Bestrebungen, für welche hunderttausende Menschen das Leben ließen. Aber jener kann zurückgezogen werden und nach einem Jahr nicht mehr gültig sein. Ob für so einen solchen Schritt ein Held zu finden ist, ist eine andere Sache. Dieser kann auch außer Acht gelassen werden, wie es der Fall mit der Erklärung von 1999 war, mit ähnlichem Inhalt, obwohl die Bulgaren, unterstützt von Washington und Brüssel, uns mit ihm ständig locken würden. Das Gesetz für die albanische Sprache, zur Täuschung der Öffentlichkeit nur das „Sprachengesetz“ genannt, ist etwas viel desaströses als der Freundschaftsvertrag mit Bulgarien. Dieses zerstört den einheitlichen mazedonischen Staat. Die nicht-legitime Rechte der Albaner haben eine dauerhafte Natur und das bedeutet, dass der föderale Charakter des Landes reversibel zum dritten albanischen Staat mutiert. Mit voller Verantwortung kann man bestätigen, dass durch die Zweisprachigkeit, Mazedonien ein völlig dysfunktionaler Staat sein wird. Der Staat war schon latent dank dem RAO, aber jetzt wird maximiert und danach werden wir ein zweites Bosnien sein. Die Minderheit diktiert uns, wie wir den Staat organisieren zu haben, was etwas beispiellos in der Welt darstellt. Sobald die albanische Minister in der Regierung auf Albanisch reden würden, könnte keiner die restlichen Albaner mehr zwingen auf Mazedonisch zu reden und die Sprache zu lernen. Keiner von ihnen wird verpflichtet. In jedem Ministerium dürfte der Albaner auf Albanisch sprechen und schreiben und jeder der ihn verstehen möchte, sollte entweder albanisch können oder einen Übersetzer heranziehen. Wenn nicht, wird man für die Position nicht mehr qualifiziert sein. Was dies in der Praxis bedeutet, könnte sich jeder vorstellen. Beide Sprachen werden gleichgestellt und die Rechte und Pflichten aller werden gleich sein. Im besten Fall, werden sie die Sprache lernen genau so viel wie wir es tun würden wenn wir uns verstehen wollen. In ihrem Interesse liegt, dass wir uns nicht verstehen damit sie abhängig von der Situation in der Region einen offenen Weg zur Abspaltung haben. Der Staat wird nicht in der Lage sein, normal zu funktionieren und keiner soll Zweifel daran haben, denn das ist es das Ziel des Gesetzes für die albanische Sprache. Damit man dann später einsehen würde, dass wir zusammen nicht leben können.

Albaner haben die Wahl und wir sind ihre und vor allem amerikanische Kollateralopfer. Wenn man die Orte trennt, in denen ethnische Albaner eine Mehrheit sind, kann der Rest des Staates nicht als Ganzes funktionieren. Dies ist die letzte Stufe des Verfahrens das durch dem RAO im Jahr 2001 seinen Anfang nahm. Dass wir alle Manipulationen, die USA unserem Land antut dulden ist unser Problem. Anlässlich des Nationalen Feiertages Ilinden, erinnerte Prädsident Ivanov daran, dass der ehemalige Präsident der Republik Bulgarien und Griechenland uns zu verstehen gaben, dass unsere Mitgliedschaft in dem Euro-Atlantischen Systemen nur ohne dem Makedonissmus möglich ist. Herr Ivanov teilte uns mit, dass wir nicht darauf hoffen sollten dort als Mazedonier zu erscheinen. Dies wird absichtlich durch die Politik mitgeteilt die Washington und Brüssel gegenüber Mazedonien führen. Dass dies der Wahrheit entspricht, beweisen uns direkt die parallelen Aktionen der Albaner und USA mit der Zweisprachigkeit in Mazedonien. Automatisch, löscht diese den Makedonismus als Grundlage des Landes aus. Mit dem neuen Gesetz, wird die albanische Sprache mit der mazedonischen gleichgestellt und der Staat wird neu definiert. Das ist ein Schritt zur Namensänderung, Vernichtung der mazedonischen Nation und formalen Abschreibung der mazedonischen Sprache, die zwangsläufig folgen wird. Passt Ihnen der schändliche Freundschaftsvertrag mit Bulgarien in diesem gleichen Rätsel? Die Lügen, dass die mazedonische Sprache für die internationale Kommunikation bleibt, so laut der Verfassung, sind Märchen für kleine Kinder. Die albanischen Minister kommunizieren seit langem mit der Welt auf albanisch.

Risto Nikovski ist ein Diplomat, ehemaliger Botschafter und Kolumnist.

Der Artikel wurde aus dem mazedonischen von Milenko Nedelkovski übersetzt und editiert von Mein Makedonien Blog.

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