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Alioski Fußballer des Monats September in der Schweiz

Der mazedonische Nationalspieler Ezgjan Alioski im Interview mit der Blick.ch (LINK HIER).


Lugano-Alioski selbstbewusst
«Mein Höhenflug wird weitergehen»
Mit sieben Toren in zehn Spielen ist der Luganese der aktuelle Shootingstar der Liga. Im Interview verrät Ezgjan Alioski, warum die Auszeichnung zum Fussballer des Monats September nach dem Nati-Frust mit Mazedonien Balsam für seine Seele und er von Italien enttäuscht ist.

BLICK: Herzliche Gratulation, die BLICK-Leser haben Sie zum Spieler des Monats September gewählt. Sie erhielten gut 5000 Stimmen der 13'000 Teilnehmenden. Was bedeutet Ihnen diese Wertschätzung der Fans?
Ezgjan Alioski (24): Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Fans, die für mich gestimmt haben. Es ist toll, dass sich so viele Leute für mich entschieden haben. Das hat mich extrem gefreut und es zeigt auch, dass viele Fussballbegeisterte den FC Lugano immer stärker wahrnehmen.

Macht es die Auszeichnung noch etwas spezieller, weil Sie sogar die Basler Taulant Xhaka und Seydou Doumbia hinter sich gelassen haben?
Die FCB-Stars dominieren in der Regel nicht nur die Liga, sondern auch die Fan-Umfragen. Beide sind super Spieler und das macht die Auszeichnung schon speziell. FCB-Spieler sind häufig sehr vorne dabei bei der Wahl zum Spieler des Monats. Dass ich jetzt so viele Stimmen erreichen konnte, ist schon ein starkes Zeichen.

Die zugesprochene Liebe der Fans in der Schweiz dürfte nach der bitteren Niederlage mit Mazedonien gegen Italien (2:3) auch etwas Balsam auf Ihre Seele sein. Wie sehr hat die Last-Minute-Pleite geschmerzt?
Es tut schon noch sehr weh. Wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt und hätten sogar das 3:1 erzielen können. Ich war enttäuscht vom Gegner – das ist nicht mehr das Italien von früher. Italien hat uns wohl auch etwas unterschätzt. Fussball verändert sich und das Spiel am Sonntag hat gezeigt, dass sogar eine Mannschaft wie Mazedonien gute Resultate erzielen kann.

Wie bedrückt war die Stimmung bei Ihnen und Ihren Nati-Kollegen?
Wir waren alle enttäuscht und auch traurig. Jetzt haben wir gegen Italien in der Nachspielzeit verloren und gegen Israel in der 90. Minute einen Penalty verschossen, der den Ausgleich bedeutet hätte. Das ist schon bitter. Und auch das Spiel in Albanien endete ja erst spät mit einer Niederlage.

Sie empfangen am Sonntag mit Lugano Ihren Jugendklub YB. Eine gute Möglichkeit, sich den Nati-Frust vom Leib zu ballern! Schliesslich haben Sie schon im ersten Duell bei Luganos sensationellem 2:1-Sieg in Bern getroffen.
(Lacht) Ich will immer ein Tor schiessen, egal gegen wen. Ich freue mich besonders auf dieses Spiel und möchte natürlich auch gegen YB treffen.
Nach zehn Runden haben Sie bereits sieben Tore und drei Assists auf Ihrem Konto. Wo endet der Höhenflug Alioskis diese Saison?
Ich bin überzeugt, dass es so weitergeht. Wir sind eine junge Mannschaft mit Zug nach vorne und ich selber bin immer heiss auf Tore.