Groß-Zimmern unterzeichnet Freundschaftsurkunde in Kriva Palanka


Die Mazedonier waren schon da, jetzt haben auch die Groß-Zimmerner ihren ersten Gegenbesuch unternommen: Bürgermeister Achim Grimm, der erste Beigeordnete Friedrich Faust (beide CDU) sowie Hans-Peter Wejwoda, der sich im Rathaus um die Partnerschaften kümmert, sind mit einem Dolmetscher für drei Tage nach Kriva Palanka gereist. Bei dem Besuch in der mazedonischen Gemeinde haben die beiden Bürgermeister eine Freundschaftsurkunde unterzeichnet. Eine Willensbekundung, sich auch zukünftig auszutauschen – allerdings keine offizielle Verschwisterung, wie Groß-Zimmern sie mit Rignano sull’ Arno (Italien) und Saint-Fargeau-Ponthierry (Frankreich) eingegangen ist.

Austausch zum Thema Bio-Landwirtschaft

Der Kontakt zu Kriva Palanka ist 2015 entstanden. Für einen EU-Netzwerkantrag hat Groß-Zimmern Partnergemeinden aus dem Osten Europas gesucht, weil sich das Rathaus dann bessere Chancen auf eine Förderung erhofft. In dem Projekt geht es um einen Bürgeraustausch rund um das Thema Bio-Landwirtschaft; bis zu 150 000 Euro könnten dafür aus dem europäischen Fördertopf fließen. 2018 soll der gemeinsame Netzwerkantrag auf den Weg gebracht werden.

Partner aus dem Osten – da konnten zwei Groß-Zimmerner helfen. Neben Jürgen Günster, der den Kontakt ins rumänische Vurpar (oder deutsch: Burgberg) vermittelt hat, auch Jasko Stanojkovski, der aus der Nähe von Kriva Palanka stammt. Zum Kürbismarkt 2015 sind Delegationen beider Kommunen nach Groß-Zimmern gereist, 2016 haben sie diesen Besuch wiederholt und sich für den Netzwerkantrag entschieden. Im vergangenen November waren Vertreter aus dem Rathaus dann bereits in Vurpar zum Gegenbesuch, jetzt auch in Kriva Palanka.

Honig und Volkstanz für den Kürbismarkt

Die 18.000 Einwohner große Gemeinde hat die Deutschen dabei mit der Freundschaftsurkunde überrumpelt. Bürgermeister Grimm erzählt: „Wir hatten einen Termin beim Bürgermeister. Plötzlich bat er uns, mitzukommen und wir betraten einen feierlich geschmückten Saal. 40 Menschen im Anzug, alle Flaggen waren gehisst, Kameras auf uns gerichtet. Und wir hatten kurze Hosen und Baseballcaps an.“ Nach einer Rede beider Bürgermeister – Grimms Part entsprechend spontan – wurde die Freundschaftsurkunde in der samtenen Mappe unterzeichnet. „Andere Länder, andere Sitten“, berichtet Grimm lachend.

Die nächste Etappe dieser neuen Freundschaft wird erneut der Kürbismarkt am 7. und 8. Oktober sein. Auch dann kommt eine Delegation aus Kriva Palanka nach Groß-Zimmern – samt ihrer Spezialität, dem Honig. Und einer 25 Tänzer starken Volkstanzgruppe.

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