Ekonomski Lider: Pumpen und Mechanik vom Brunnen der Alexander Statue in Skopje gestohlen


Der Besuch von Papst Franziskus am siebten des Monats zog die Aufmerksamkeit der Weltmedien mit sich. Aber zur allgemeinen Überraschung waren die Fontänen und Brunnen auf dem Hauptplatz "Makedonija" während des Besuchs des Papstes nicht in Betrieb. So konnte weder der Papst noch die Weltöffentlichkeit diesen großartigen Anblick sehen.

Zur gleichen Zeit ist der Winter lange hinter uns, aber trotzdem sind nicht alle Brunnen und Fontänen auf dem Platz im Zentrum von Skopje in Betrieb...

Wie das mazedonische Portal "Ekonomski Lider" aus Quellen der Stadt Skopje erfuhr, wollten die Organisatoren fünf Tage vor dem Besuch des Papstes die Brunnen und Fontänen in Betrieb nehmen. 

"Zu ihrer Überraschung kamen die Mitarbeiter des öffentlichen kommunalen Unternehmens "Vodovod" jedoch zu dem Schluss, dass die meisten Pumpen, und die Mechanisierung unter dem Brunnen von "Alexander dem Großen" gestohlen wurde", schreibt Ekonomski Lider.

"Dies kann nicht von irgendjemandem gestohlen werden. Der Brunnen war mit einer Plane bedeckt, und für die Arbeiten an den Teil der Mechanisierung des Brunnens sollte man wirklich professionell sein. Es geht nicht um gewöhnliche Diebe, sondern um jemanden, der die Technik kennt", zitiert Ekonosmki Lider eine nicht namentlich genannte Quelle.

Das Portal schreibt weiter: "Abgesehen von der Tatsache, dass Diebe professionell sein sollten, ist es auch symptomatisch, dass dies der buchstäblich am meisten frequentierte Ort in der Stadt ist, der zudem rund um die Uhr videoüberwacht wird. Dasselbe geschah mit den meisten umliegenden Brunnen, wie dem auf der anderen Seite des Flusses Vardar".

Nachdem der Bürgermeister von Skopje, Petre Shilegov, und der Direktor von JP Vodovod, Dusko Vesovski die Schande eingesehen hatten, beschlossen sie, die Springbrunnen während des Besuchs des Papstes nicht in Betrieb zu nehmen. Es gab eine Ausschreibung für Wartungsarbeiten von Springbrunnen, die praktisch aber für den Erwerb der neuen Mechanisierung sein soll, vermutet Ekonomski Lider. 

Der Verdacht erhärte sich durch die Tatsache, dass in den letzten Jahren JP Vodovod die Wartungsarbeiten selbst, ohne irgendeine Ausschreibung erledigt habe. Nun habe man eine Ausschreibung über 200.000 Euro, erklärt Ekonomski Lider den Lesern.

Die Quelle die vom Portal zitiert wird, hat noch einen schlimmeren Verdacht: "Ich weiß wie sie funktionieren, es würde mich nicht wundern wenn die gestohlene Apparatur wieder zurück verkauft wird. Ein lukratives Geschäft..."

Die offizielle Stellungnahme des Managers des Wasserversorgungsunternehmens, Dusko Vestovski, welche von TV Sitel in der vergangenen Woche ausgestrahlt wurde, lautete, dass die Springbrunnen nicht in Betrieb freigegeben wurden, weil eine Unwetterwarnung vorlag. Er kündigte aber auch an, dass ein privates Unternehmen die Brunnen und Fontänen Instandhalten wird, obwohl, wie Ekonomski Lider erinnert, JP Vodovod dafür verantwortlich ist.

QUELLE: Ekonomski Lider, übersetzt von Makedonien News Blog