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MAZEDONISCHES FEST - Mit Tambura, Tapan und Dudelsack

Die Gruppe Synthesis brachte ungewohnte Klänge ins Mindel- und ins Zusamtal

Ganz im Zeichen deutsch-mazedonischer Freundschaft stand ein Wochenende im Mindel- und Zusamtal. Die Gruppe Synthesis aus Skopje begei-sterte zunächst Samstagabend im Amphitheater die Besucher mit mazedonischem Klang und am Sonntag Besucher in Ziemetshausen.
Die acht Musiker ließen mazedonische Volksweisen mit traditionellen Instrumenten wie der Tambura (ähnlich der Bouzouki), dem Tapan (große Trommel), dem Dudelsack oder der Zurla (mazedonische Flöte) erklingen. Die Stücke waren von Marjan Jovanovski, dem Leiter dieser Kulturbotschafter Mazedoniens, arrangiert und wurden durchweg modern interpretiert. Einen liebreizenden Farbtupfer setzten die drei Sängerinnen mit ihren herrlichen Stimmen. Das Publikum war begeistert und dankte es dem Ensemble mit herzlichem Beifall. Es gibt in Bayern wohl kaum einen besseren Ort für ein derartiges Konzert unter freiem Himmel. Schade nur, dass nur wenige Leute den Weg ins Amphitheater fanden, um die international erfolgreiche Gruppe zu hören.

Am Sonntag fand dann das 2. deutsch-mazedonische Sommerfest mit Synthesis im Hof vom Webereimuseum in Ziemetshausen statt. Trotz zahlreicher Besucher war die Atmosphäre nahezu familiär, die Mazedonier fühlten sich sichtlich wohl und spielten entsprechend frei auf.
Andreas Raab, stellvertretender Bundesvorsitzender der Paneuropa Union Deutschland, die den Doppelauftritt der Künstler vom Balkan mit organisiert hat, freute sich über den großen Zuspruch in Ziemetshausen und zeigte sich begeistert vom neuerlichen Auftritt von Synthesis. Die Besucher ließen sich von den Klängen mitreißen und viele konnten sich der Aufforderung, mitzutanzen, nicht verwehren.
Mazedonische Speisen und die bekannt guten Weine aus diesem Teil Europas rundeten die internationale Veranstaltung ab. Bis spät in den Abend hinein konnte man es sich, umsorgt von der Mannschaft des Heimatvereins Ziemetshausen, bei der Bewirtung gut gehen lassen.
Mazedonien ist oft nur bekannt als eines der kleinen Länder, das nach dem Verfall Jugoslawiens entstanden ist. Die Pflege von Kultur und Identität aber ist für die Menschen dort enorm wichtig.
Das Kulturministerium Mazedoniens hat übrigens die Reisekosten für die Musikgruppe Synthesis übernommen, handelt es sich doch dabei um außergewöhnliche Kulturbotschafter des Landes. (vop)

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