Griechenland will "unübersetzbaren" Namen für Mazedonien und Verfassungsänderung


Im jahrzehntelangen Streit den Athen über die Bezeichnung "Mazedonien" entfachte, fordert Griechenland nun einen "unübersetzbaren Namen" für das Nachbarland. 

"Mazedonien müsse einen Namen in einer seiner Landessprachen wählen, der in keine andere Sprache übersetzt werden kann", sagte der griechische Außenminister Nikos Kotzias gestern dem griechischen Fernsehsender ERT. Dazu werde Athen Skopje im Februar Vorschläge unterbreiten. Die Vorschläge sollen 7 Punkte umfassen.

Kotzias sagte, dass das Abkommen noch in der Formulierungsphase sei und zuerst der griechischen und danach der mazedonischen Regierung vorgelegt werde. Wenn es angenommen wird, wird es die Grundlage für die Lösung sein, und es sollte von den Parlamenten beider Länder grünes Licht erhalten, was den Weg Mazedoniens zur NATO und zur EU öffnet.

Diese Vereinbarung enthält alle Themen, die mit dem Namensproblem zu tun haben. Ein Spezielles Kapitel über den "Irredentismus in Skopje", aber auch über Themen in Bezug auf die Zukunft des Landes, seine Integration in internationale Organisationen und eine positive Agenda, wie man unsere Beziehungen weiter entwickeln könnte, sagte Kotzias und erklärte, dass die griechische Seite noch einen Abkommensentwurf vorbereitet, und das er erwartet das dieser Mitte Februar an die mazedonische Regierung gesendet wird.

Sowohl Athen als auch Skopje seien zurzeit für eine Lösung bereit, sagte der UNO-Sonderbeauftragte für den Namensstreit, Matthew Nimitz, nach einem Treffen mit Kotzias. 

"Es gibt eine Zeit für Entscheidungen, und ich denke, wir sind da", sagte der 78-jährige Nimitz, der seit 1994 versucht, den Streit zwischen den Nachbarländern beizulegen. Vergangene Woche hatte er mehrere Vorschläge unterbreitet, darunter "Republika Nova Makedonija".

Mazedonische Verfassung muss geändert werden


Kotzias erklärte in dem Interview, dass Mazedonien Verfassungsänderungen bezüglich der Vereinbarung zwischen den beiden Ländern machen müsse, berichtet MIA. Auf die Frage, was in der Verfassung geändert werden sollte, zitierte Kotzias die Präambel und zwei Artikel, ohne weitere Details zu enthüllen.

Jede Vereinbarung, die geschlossen wird, wenn sie nicht von einer Verfassungsänderungen begleitet wird, könnte später von jedem neuen Premierminister von einer anderen politischen Partei geändert werden. 

Die derzeitige Regierung Mazedoniens wird sich in einer schwierigen Lage befinden, wenn sie die Verfassung nicht ändert, und internationale Abkommen schließt und die nächste Regierung sagt, dass Zaev verfassungswidrig gehandelt hat und diese wieder nichtig erklärt, sagte Kotzias und fügte hinzu, dass die Regierung Zaevs in diesem Moment keine zweidrittel Mehrheit im Parlament genießt, um die Verfassung zu ändern.

Griechenland will ein Lösungspaket


Wir werden das Problem nicht in Teile aufteilen, sagte Kotzias, womit er Nimetzs Vorschlag, der in den griechischen Medien für die schrittweise Lösung des Problems veröffentlicht wurde, indirekt zurückwies.

Kotzias sagte, dass er die Lösung in vollem Umfang nutzen wolle, was laut ihm bedeutet, die mazedonischen Pässe und Personalausweise zu ändern. Er unterstützte diese Position anhand von Beispielen aus seiner Erfahrung als Akademiker und Experte für Globalisierung.

"Als ich Pastor wurde, um jedem zu erklären, hatte ich immer einen Ausweis und einen Pass bei mir. Und ich habe ihnen immer gesagt: Was ist der Pass? internationales Dokument. Was ist ein Personalausweis? internes Dokument. Was ist ein Personalausweis in der EU? Ein internationales Dokument, weil es im lateinischem Alphabet verfasst ist. Es ist das Dilemma, dass es keine klassischen internen Dokumente wie im 19. Jahrhundert gibt, und es gibt einen Unterschied zwischen ihnen", erklärte Kotzias im Interview.

Mit anderen Worten, Kotzias fordert die Änderung aller Dokumente der Mazedonier.

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