Handball EM: Lazarov sichert Sieg in letzter Sekunde

Beim Auftakt der Handball Europameisterschaft mühte sich Mazedonien gegen die Ukraine zu einem Sieg, Kapitän Kiril Lazarov traf in letzter Sekunde.


Die Ukrainer konnten über fast die gesamte Spielzeit mithalten und Mazedonien immer wieder unter Druck setzen. Obwohl man gegen die Ukraine mehrfach mit drei oder vier Toren führte, konnte der Kontrahent in der Schlussminute ausgleichen. 

In letzter Sekunde erzielte Hanball Legende Kiril Lazarov den Siegtreffer für Mazedonien zum 26:25 (13:10). Lazarov war mit acht Toren zugleich der erfolgreichste Torschütze für Team Mazedonien.

Ex-Bundesliga Akteur Dejan Manaskov von Telekom Veszprem erzielte den ersten Treffer für Mazedonien, bevor Lazarov zwei seiner vier Treffer des ersten Durchgangs folgen ließ. Dazwischen konnte Andrii Akimenko zwei Mal für die Ukraine ausgleichen, danach war dann Mazedonien die spielbestimmende Mannschaft. 

Das Team vom Balkan stellte zudem eine stabile Abwehr, hinter der Borko Ristovski bis zur Pause auf 47 Prozent gehaltener Bälle kam. Von den 40% ihres Torhüters Gennadiy Komok konnte da die Ukraine weniger profitieren, immer wieder kamen die mazedonischen Spieler zu einfach zu Torerfolgen.

Beim 10:6 in der 22. Minute durch Deutschland Legionär Filip Taleski schienen die Mazedonier bereits frühzeitig die Weichen auf Sieg gestellt zu haben. Doch das ukrainische Team gab zu keinem Zeitpunkt auf, innerhalb von vier Minuten verkürzten Dmytro Horiha, Pavlo Gurkovsky und Artem Kozakevych mit drei sauber herausgespielten Treffern auf 10:9. Zwar konterte Mazedonien und zur Pause führten sie wieder 13:10, sicher konnte sich der Favorit allerdings nicht fühlen.

Auch nach der Pause gab Mazedonien den Ton an. Erwartungsgemäß war Lazarov im Angriff der dominante Akteur, aber auch Taleski kam immer wieder zu sehenswerten Torerfolgen und wurde dafür auch zum 'Man of the match' ausgezeichnet. Allerdings gelang es im Angriff nicht über die gesamte Breite zu agieren, die Außen wurden fast nicht eingebunden. Lediglich Stojanche Stoilov am Kreis konnte gelegentlich angespielt werden und sollte am Ende auf vier Treffer kommen.

Auf der Gegenseite präsentierte sich die Ukraine als unerbittliche Handball-Arbeiter. Unermüdlich suchten sie ihre Chancen und profitierten davon, dass Mazedonien immer wieder versuchte in der Abwehr einen Gang zurück zu schalten, so dass der Favorit am Ende den Sieg fast noch leichtfertig aus der Hand gab. 

Nach dem ukrainischen Anschlusstreffer zum 23:22 in der 52. Minute konnte Torhüter Mitrevski drei Mal in Folge freie Torwürfe parieren, seine Mitspieler trafen und beim 25:22 schien das Spiel entschieden. 

Allerdings wurde Mazedonien wieder zu nachlässig und in der Schlussminute glich die Ukraine zum 25:25 aus. Zwei Sekunden vor Schluss musste Mazedonien den Abschluss suchen, Lazarov nahm sich den Wurf und traf mit seinem achten Treffer durch die ukrainische Abwehr zum 26:25.

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