Mazedonien kauft chinesische Schnellzüge


Der größte chinesische Zughersteller CSR hat am Dienstag einen Vertrag mit der nationalen mazedonischen Bahngesellschaft über den Kauf von sechs Hochgeschwindigkeitszügen unterschrieben. Es ist das erste Mal, dass ein europäisches Land Züge der CSR kauft.
Die Züge sollen den Anforderungen Mazedoniens genau angepasst werden, sagte Xie Hongbing, ein Ingenieur von CSR Zhuzhou Electric Locomotive. Das bedeute, dass sie internationalen Standards entsprechen, gemäß den Anforderungen Mazedoniens aber eine Maximalgeschwindigkeit von 140 Stundenkilometern und eine Nutzungsdauer von 30 Jahren haben müssen.

Hochgeschwindigkeitszüge sind inzwischen so etwas wie das Aushängeschild des modernen China geworden. Ein tolles Video über chinesische Schnellzüge wurde kürzlich sogar am New Yorker Times Square ausgestrahlt.
Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang hat auf seinen Auslandsreisen bereits kräftig die Werbetrommel für die Hochgeschwindigkeitszüge seines Landes gerührt – unter anderem auch bei seinem Besuch in Großbritannien.
Hinter der „Schnellzugdiplomatie“ verbirgt sich Chinas Versuch, die eigene, exportorientierte Wirtschaft für arbeitsintensive Produkte in ein Innovationszentrum für Hochtechnologie zu verwandeln.

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