Kanal 5: Chronologie der bevorstehenden Namensänderung Mazedoniens


Laut dem mazedonischen Fernsehsender Kanal-5 wird erwartet, dass eine "endgültige Vereinbarung" im s.g. Namensstreit zwischen Griechenland und Mazedonien in einem Monat bis Mitte Juni erreicht werden soll. Der Sender erklärt, wie sich die Ereignisse chronologisch vermutlich entwickeln werden.

Erstens sollen die Treffen von Tsipras-Zaev die Grundsatzübereinkunft bestätigen, die das Ergebnis der vier Monate dauernden Marathon-Verhandlungen ist, die am letzten Samstag in Sunio abgerundet wurden. Sowie sollen die Minister Kodzias und Dimitrov die Anweisung erhalten, die letzten Unstimmigkeiten zu klären. Dies wurde am Montag vom mazedonischen Premierminister Zoran Zaev bestätigt.

Wenn es nach dem Plan geht, wird in den nächsten Wochen, unter Vermittlung von UN-Mediator Matthew Nimetz, die endgültige Version des Übereinkommens erreicht werden.

In seiner Grundlage wird der Streit durch die Unterzeichnung eines "internationalen Abkommens" gelöst, das dem Beispiel des Freundschafts-Abkommens mit Bulgarien folgt. Dies sollte vor dem EU-Gipfel geschehen, damit das Land den lang erwarteten Starttermin für die Verhandlungen bekommen kann.

Unmittelbar danach sollte das Abkommen von den beiden Parlamenten gebilligt werden, damit Mazedonien im Juli eine Einladung zum NATO-Beitritt erhalten kann. Aber, wie bekannt ist, endet der Prozess dort nicht.

Dann wird eine Ratifizierungsperiode folgen. Nach den Informationen wurde hier ein Schlüsseldurchbruch erzielt - es wird eine Bestimmung im Vertrag geben, die direkt mit den Verfassungsänderungen in Verbindung steht, d.h. das griechische Parlament wird die Aufnahme in die NATO nach Inkrafttreten der Bedingung "Erga Omnes" nicht blockieren. Griechische Medien erwähnen in den letzten Tagen eine Frist von zwei Jahren, aber dies ist eines der Dinge, die noch neu definiert werden müssen - so Kanal 5.

Wie bereits bekannt, wird die Grundlage der Lösung ein komplexer Name sein, wahrscheinlich "Republik Ober Mazedonien", separat geschrieben und ins Englische übersetzt. Dies würde sofort der internationale Name des Staates werden, auch bei den Vereinten Nationen. 

Nach den Verfassungsänderungen wird dies der Name für eine allgemeine Verwendung sein. Auch die Staatsbürgerschaft wird mit "Republik von Ober Mazedonien" bezeichnet werden. Demnach wird es keine Mazedonier mehr geben, nur noch "Bürger der Republik Ober Mazedonien".

Die offizielle Sprache des Landes wird "mazedonisch" bleiben, wahrscheinlich mit der Erklärung, dass es sich um eine Sprache aus der slawischen Sprachgruppe handelt.

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