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Ivanov lässt auch Schweden Bildt abblitzen


Der schwedische Politiker Carl Bildt gab gestern auf seinem Twitter Profil bekannt das er nach Skopje reisen wird. In welcher Funktion ist unklar da Bildt auf eigene Faust nach Skopje reist um sich mit führende Politiker zu treffen um "die Verfassungskrise zu lösen" so Bildt.

Der ehemalige schwedische Außenminister sah auch ein Treffen mit dem mazedonischen Präsidenten Ivanov vor, dieser lies allerdings Bildt abblitzen. Ivanov habe schon eine Agenda die man "so kurzfristig" nicht ändern könne gab die Pressestelle des Präsidenten bekannt. Inoffiziell aber konnte man hören, dass der Präsident sich weigere Bildt zu empfangen da dieser vor kurzem Stationierung von EU Truppen in Mazedonien und der Region forderte.

Es war nicht die einzige kontroverse Aussage des schwedischen Politikers der auch schon Terrorangriffe in Schweden leugnete und herunterspielte. Zu einem Kommentar der situation in der Ukraine vor etwa zwei Jahren sagte Bildt, "die Orthodoxie sei noch gefährlicher als der Fundamentalismus des Islamischen Staats IS und stellt die größte Gefahr für die westliche Zivilisation dar". Bildt behauptete das Zitat sei Fake und stamme nicht von ihm.

Auch Wikileaks informierte die Öffentlichkeit mit der Veröffentlichung vom E-Mails von Hillary Clinton über Bildt. Laut Wikileaks "Soros erklärte Hillary, in Albanien mit dem schwedischen Kriegsadler Carl Bildt zu intervenieren".

Viel mehr aber ist den Mazedoniern Bildt von den Vorgängen 2001 in Erinnerung, als der mazedonische Staat von albanische Terroristen angegriffen wurde. Bekanntlich musste Mazedonien sich auf Druck der EU und USA beugen, Bildt spielte dabei eine wichtige Rolle als UNO Sonderbeauftragter im Balkan. So befürchten viele das Bildt sich wieder aktiv einmischen will und Schaden anrichten könnte.

Der Schwede ist nicht der erste Hochrangige Politiker der von Ivanov die kalte Schulter bekam, auch Johannes Hahn bekam kein Treffen mit dem mazedonischen Präsidenten als auch der EU Ratspräsident Tusk.