"Der Ball ist bei der mazedonischen Regierung", sagt Griechenland


Der griechische Regierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos gab am Sonntag bekannt, dass es Mazedonien obliegt, den nächsten Schritt in den laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Namensstreits zu machen.

"Die griechische Regierung wartet auf Herrn Zaev, um den entscheidenden Schritt zu einer Einigung zu machen. Der Ball ist bei der mazedonischen Regierung.", sagte er gegenüber dem TV-Sender Kontra Kanal.

Tzanakopoulos sagte desweiteren, er könne nicht voraussehen, wann die Premierminister der beiden Länder, Alexis Tsipras und Zaev, am Telefon sprechen würden um eine Lösung zu finden, ein Hinweis darauf, dass die Gespräche in ihre Endphase eintreten, da "nichts vereinbart ist, bis alles vereinbart ist", schreibt der griechische Greek City Reporter.

Die Aussichten auf einen Durchbruch in den Gesprächen sind unklar, da Diskussionen auf technischer Ebene zwischen den beiden Seiten mit Hindernissen behaftet sind.

In den Kommentaren vom Samstag sagte Zaev, er sei "optimistisch", aber gewisse "technische Details" seien noch zu klären, fügte er hinzu, dass er seinen griechischen Amtskollegen anrufen würde, wenn diese Probleme gelöst seien.

Inzwischen haben Tausende in Skopje gegen Pläne protestiert, den Namen ihres Landes zu ändern, der im Zentrum des Streits mit dem benachbarten Griechenland stand.

Die mazedonische Oppositionspartei VMRO-DPMNE sagte, sie werde keine Verfassungsänderung unterstützen, um den Namen des Landes zu ändern, sagte Hristijan Mickoski, neuer Vorsitzender der Oppositionspartei. "Wir sind sehr klar zu diesem Thema", sagte Mickoski während des Protestmarsches und fügte hinzu, dass jede mit Griechenland vereinbarte Namensänderung vom Parlament ratifiziert und dann einem Referendum vorgelegt werden müsse.

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