Vizepremier: Namensstreit um Mazedonien noch nicht gelöst


Der mazedonische Vizepremier Bujar Osmani hat heute bestätigt, dass es bei den Bemühungen um die Lösung des langjährigen Namensstreits mit Griechenland noch Probleme gibt. Es wäre verfrüht zu sagen, wie die Verhandlungen ausgehen, so Osmani laut Medienberichten in Skopje.

Auch wären die „letzten Meter im 25-jährigen Marathonlauf am kritischsten“. Nach Ansicht des Vizepremiers würden die Unterschiede zwischen Skopje und Athen allerdings „eher in der Interpretation des Verfassten als in den Grundprinzipien der zwei Seiten“ bestehen. Die nächsten Stunden und Tage wären von ausschlaggebender Bedeutung, so Osmani.

Namen soll verkündet werden

Mazedonische Medien berichteten in der Vorwoche, dass sich Skopje und Athen auf den Namen „Republik Nord-Mazedonien“ geeinigt hätten. Die Lösung des Namensstreits soll bei einem Treffen der Ministerpräsidenten der beiden Staaten, Zoran Zaev und Alexis Tsipras, verkündet werden, wo auch eine 20-seitige Vereinbarung unterzeichnet werden soll. Ein Termin dafür steht noch aus.

Der Namensstreit zwischen Athen und Skopje dauert seit 1991. Griechenland will, dass Mazedonien seinen Verfassungsnamen (Republik Mazedonien) ändert, weil der nördliche Teil Griechenlands den Namen Makedonien trägt. Der Konflikt behindert auch schon seit Jahren die Annäherung Mazedoniens an die EU und NATO.

QUELLE: ORF

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