11 Haftbefehle für 32 Jahre Haft: Meistgesuchter Straftäter Mazedoniens in Hamburg gefasst


Einer der meistgesuchten Straftäter Mazedoniens, der wegen Verbrechen wie Betrug, Fälschung und Körperverletzung zu 32 Jahren Haft verurteilt wurde, wurde in Deutschland festgenommen, teilte die Polizei in Skopje mit.

Der Mann, der durch seine Initialen R.B. identifiziert wurde, wurde letzten Monat in Hamburg aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen, teilte das mazedonische Innenministerium MVR über ihren Presseticker mit.

Am 29. November wurde R.B. (37) in Hamburg verhaftet, nachdem in Mazedonien gegen ihn 11 nationale Haftbefehle bestanden, ein Haftbefehl davon war auch international ausgeschrieben. Nach Angaben des Innenministeriums ist er der Täter vieler Straftaten im Zusammenhang mit Betrug, Fälschung und Körperverletzung auf dem Territorium unseres Landes und eine der meist gesuchten Personen in unserem Land. Mehrere Urteile wurden von den mazedonischen Gerichten mit einer Gesamtstrafe von 32 Jahren und 5 Monaten gegen den Straftäter ausgesprochen.

Die Verhaftung erfolgte nach einer zweimonatigen Operation, an der die deutsche Polizei und die internationale Interpol-Truppe beteiligt waren. Der Mann war seit 2015 auf der Flucht, als er auf eine Entscheidung des Berufungsgerichts wartete.

"Durch intensive Kommunikation zwischen der Abteilung für internationale Personalrecherche innerhalb des Bereichs für internationale polizeiliche Zusammenarbeit mit dem deutschen Verbindungsbeamten der Polizei, INTERPOL Wiesbaden, sowie direktem Kontakt mit dem Fugitive Active Search Team, wurde die gesuchte Person innerhalb zwei Monaten in Deutschland aufgespürt und verhaftet", teilte das Mazedonische Innenministerium in ihrer Meldung diesbezüglich mit.

Dies ist der zweite Fall einer direkten Kommunikation mit der Hamburger Polizei oder mit der FAST-Abteilung in den letzten Monaten - nachdem im August 2019, in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Drogenmissbrauch, der Abteilung zur Bekämpfung der organisierten und schweren Kriminalität, die Weitergabe von Informationen durch einen deutschen Verbindungsbeamten zur Verhaftung eines deutschen Staatsbürger führte, für den ein aktiver internationaler Haftbefehl wegen des Verdachts des illegalen Handels mit 700 kg Kokain nach Deutschland bestand. Nach der Zusammenarbeit wurde der Drogenschmuggler in Mazedonien verhaftet. 

Die mazedonische Polizei teilte desweiteren mit, dass in den vergangenen Monaten aufgrund der engen Zusammenarbeit mit deutschen Behörden etwa 30 mazedonische Staatsangehörige wegen internationale Haftbefehle in Deutschland festgenommen wurden. Sie sollen demnächst nach Mazedonien ausgeliefert werden.


QUELLE: Tocka (Mazedonisch), übersetzt von Mazedonien News

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