Kotzias: Zaev hat Mazedoniens Namensänderung akzeptiert


Der griechische Außenminister Nikos Kotzias sagte gestern in einem Interview für das Fernsehen "Contra", dass der mazedonische Premierminister Zoran Zaev aus den drei Vorschlägen des Vermittlers Matthew Nimetz "Nord, Ober- und Neu-Mazedonien" einen Namen wählte.

Wir haben viele gemeinsame Interessen mit Mazedonien und wenn wir eine Lösung für den Namen finden, werden die beiden Länder auf dem Balkan die engsten Freunde werden, sagte der griechische Außenminister Nikos Kotzias.

"Wir suchen eine nachhaltige, langfristige Vereinbarung mit Mazedonien. Das Ziel der griechischen Außenpolitik ist es, Probleme zu lösen und nicht bei Problemen zu bleiben. Das Problem mit Mazedonien ist den geopolitischen und geostrategischen Hauptproblemen gegenüber der Türkei untergeordnet", sagte Kotzias.

Der griechische Außenminister sagte desweiteren, dass Zaev bereits einer Namensänderung der Republik Mazedonien zugestimmt habe.

Demnach soll Zaev aus den übrig gebliebenen Vorschlägen einen "ausgesucht haben". Nachdem der Vorschlag von Zaev "Ilindeska Makedonija" kläglich nach nicht mal 14 Tagen scheiterte, drängten die Griechen darauf einen Namen aus den Gesprächen mit Vermittler Nimetz zu akzeptieren. Laut Kotzias hat Zaev dem Druck nicht stand gehalten, und akzeptierte dessen "Wunsch".

"Ich denke, dass wir heute den entscheidenden Schritt getan haben und die beiden Premierminister sich bald treffen werden und das begonnene Gespräch beenden werden", sagte der Leiter der griechischen Diplomatie im Interview und erklärte, dass "die Verhandlungen keine gerade Linie, sondern eine geschäftige Straße mit Höhen, Tiefen und Schwierigkeiten sei". Deshalb fordert Kotzias "Geduld und Nüchternheit".

Es wird erwartet das Mazedoniens Premier Zaev und sein griechischer Kollege Tsipras demnächst sich Treffen und ein Abkommen unterschreiben.

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