Griechenland und Mazedonien vereinbaren Roaming-Gebühren schrittweise zu streichen

Athen und Skopje haben eine Vereinbarung unterzeichnet, um die Roaminggebühren schrittweise zu senken. Bis 2021 will man diese vollständig zu streichen.


Die Regierungen von Griechenland und Mazedonien haben am Dienstag (19. Februar) angekündigt, die Roaming-Gebühren bis zum Beginn der diesjährigen Touristensaison bis zu ihrer vollständigen Abschaffung im Jahr 2021 zu senken.

Die Vereinbarung wurde während eines Besuchs des griechischen Digital-Ministers Nikos Pappas in Skopje unterzeichnet, wo er seinen mazedonischen Amtskollegen Damjan Mancevski traf.

Im Juni 2018 erzielte Griechenland mit der Regierung der Republik Mazedonien ein Abkommen, das so genannte Prespa-Abkommen. 

"Machen wir das Prespa-Abkommen zum Volksabkommen", fügte Papas hinzu und erklärte, dass das Abkommen zu Ergebnissen führen sollte, die das Leben der Menschen auf beiden Seiten der Grenze verbessern sollten, wie etwa Kommunikationsfähigkeiten, Mobilitätsmöglichkeiten und wirtschaftliche Perspektiven.

Nur Wachstumsperspektiven


Katerina Notopoulou, eine Kandidatin für den Bürgermeisterposten von Thessaloniki sagte gegenüber EURACTIV, das Abkommen von Prespa werde die Balkanregion vom "Lager Europas zu einem friedlichen Ort der Zusammenarbeit machen".

Für Thessaloniki ebnete der Namensvertrag den Weg für stärkere Wachstumsperspektiven.

"Es ist bekannt, dass sich die Strukturen der Volkswirtschaften der beiden Länder ergänzen, so dass es keine unfairen Wettbewerbsprobleme gibt - im Gegenteil. Es ist ein sehr wichtiges Thema für den Export", sagte sie im Fernsehinterview.

Sie fügte hinzu, dass Mazedonien und Griechenland ausgezeichnete Handelspartner seien und es bereits Gespräche über Eisenbahnverbindungen und Verkehrsnetze, soziale Strukturen und Infrastruktur gäbe.

"All dies wird eine neue Umgebung auf dem Balkan schaffen", sagte sie abschließend.

Auch Balkanweit soll das Roaming wesentlich günstiger werden, siehe dazu unseren Beitrag: Regionale Balkan Vereinbarung über Roaming-Gebühren soll im April unterzeichnet werden