Skandal: Mazedonische Hymne aus Musikunterricht gestrichen

Die Mazedonische Hymne wird in Zukunft nicht mehr Gegenstand in den Allgemein Schulen im Musikunterricht sein. Das hat die mazedonische Regierung unter Zoran Zaev und das mazedonische Bildungsministerium beschlossen. Schon vor kurzem war die Hymne Grund für mehrere Skandale.


Gestern schockte eine Nachricht die mazedonische Öffentlichkeit, die Hymne Mazedoniens wurde aus dem Musikunterricht gestrichen. Das heißt, die Schüler von der Ersten bis zur Sechsten Klasse werden nicht mehr wie gewohnt die Hymne Mazedoniens lernen, als auch ihre Geschichte studieren.

Statt der Hymne sollen nun Musikstücke der ethnischen Minderheiten im Land gelehrt werden, was nichts anderes bedeutet das Schulkinder mazedonischer Herkunft nun albanische, serbische, bosnische oder türkische Lieder im originalem Wortlaut lernen werden.

Den Umstand bestätigte auch das zuständige Büro für das Bildungswesen im Land. So sagte die Leiterin Ankica Vitanova gegenüber Medien, die nach bekannt werden des Skandals kontaktiert wurde: "Unser Lehrplan wurde nach den Verfassungsänderungen erstellt".


Skandal um ESC Teilnehmerin


Vor kurzem entfachte in Mazedonien schon eine Debatte um die Staatshymne "Denes nad Makedonija" (Heute über Makedonien), als die letzte Eurovision Teilnehmerin Tamara Todevska bei einer Feier in der US-Botschaft Verse der Hymne ausgelassen hatte in welchen die mazedonischen Nationalhelden gehuldigt werden. Just als Bulgarien darauf verwies, dass diese Helden als Erbe der bulgarischen Geschichte anzusehen sind.

Premierminister Zaev versicherte "das es keine Debatte um die Hymne gebe", nun scheint diese Aussage widerlegt zu werden. Die Hymne ist nun aus dem Lehrplan der Allgemein-Schüler verschwunden.

Zaev selbst war dann Teil eines neueren Skandals. Als er seinen griechischen Kollegen Alexis Tsipras in Skopje empfing, wurde der offizielle Empfang entgegen dem diplomatischen Protokoll ohne Staatshymne abgehalten. "Man habe unter Zeitdruck bei der Zeremonie gestanden" begründete Zaev diesen Affront. Die Mazedonier dagegen haben eine andere Meinung: Zaev hat die Hymne nicht intonieren lassen, da dort der Name des Landes mehrmals besungen wird an welchen sich die Griechen seit der Unabhängigkeit stören...