Nikola Poposki hofft, dass die Flüchtlinge bald von der mazedonisch-griechischen Grenze weggebracht werden STANDARD: Es könnte sein, dass der EU-Türkei-Deal platzt. Was würde das für Mazedonien und die Grenzsicherung zu Griechenland bedeuten? Poposki: Wir haben zurzeit 25.000 Migranten an der Grenze, also etwa die Hälfte der Flüchtlinge, die in Griechenland sind. Die griechischen Behörden versuchen, die Flüchtlinge dort wegzubringen, aber Aktivisten überreden sie, dort zu bleiben, und machen ihnen falsche Hoffnungen, dass sie die Grenze überqueren können. Es kommen aber insgesamt viel weniger Flüchtlinge, nicht nur weil die Türkei sie abhält, sondern weil wir die Grenze geschlossen haben, und das war für viele ein Signal, gar nicht mehr nach Europa aufzubrechen. Ich glaube aber insgesamt nicht, dass sich die Flüchtlingspolitik der Türkei ändern wird. STANDARD: Was ist, wenn die Türkei wieder mehr Flüchtlinge nach Griechenland lässt? Poposki: Das ...