Der Standard: Treffen in Wien brachte Fortschritt, aber keine Lösung im Namensstreit um Mazedonien
"Obermazedonien" oder "Nordmazedonien", mit Verfassungsänderung oder ohne: Der griechische Außenminister Nikos Kotzias und sein mazedonischer Kollege Nikola Dimitrov haben sich am Karfreitag in ein Zimmer des Außenministeriums in Wien eingeschlossen, um bei ihren Verhandlungen über eine Beilegung des Namensstreits ein deutliches Stück voranzukommen. Die beiden Außenminister dankten ihrer österreichischen Kollegin Karin Kneissl für die Aufnahme. Mit dabei ist auch Matthew Nimetz, der am längsten dienende Sondergesandte der Vereinten Nationen. Nimetz, ein US-amerikanischer Jurist, vermittelt seit 1994 zwischen Griechenland und der Früheren Jugoslawischen Republik Mazedonien (FYROM), wie der Balkanstaat offiziell heißt. Er soll nun aus beiden Vorschlägen ein gemeinsames Kompromisspapier erarbeiten. Am Freitag jedenfalls gab er sich nach den Gesprächen zuversichtlich: Zwar gebe es noch keine Lösung, aber man sei sich näher gekommen. Griechenland lehnt bis...